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Solaruhr

Wie funktioniert eigentlich eine Solaruhr?

Seit einiger Zeit gibt es von vielen Herstellern Solaruhren. Doch welchen Vorteil haben Solaruhren gegenüber normalen Quarzuhren? Gibt es auch Nachteile bei Solaruhren?

Eine Solaruhr hat ein transparentes Ziffernblatt. Darunter liegt eine ganz dünne Solarzelle aus Silizium. Diese wandelt natürliches und auch künstliches Licht in elektrischen Strom um. Dieser Strom wird zumeist in einem kleinen Akku gespeichert. Dieser versorgt dann die Uhr mit Strom. Der Akku hat in etwa die gleiche Baugröße wie eine normale Batterie. Eine Solaruhr hat ein normales Quarzuhrwerk.

Was passiert aber mit der Solaruhr, wenn keine Sonne scheint und auch kein künstliches Licht zur Verfügung steht?

Die meisten Solaruhren haben eine Energiesparfunktion. Wenn längere Zeit kein Licht mehr auf die Solarzelle scheint, schaltet die Uhr automatisch in diesen Energiesparmodus. Dabei werden Sonderfunktionen abgeschaltet um Energie zu sparen. Der Akku versorgt aber die Uhr weiterhin mit Strom, so dass die Uhrzeit auf jeden Fall weiter angezeigt wird. Bei den meisten Solaruhren gibt es eine Dunkelgangreserve von ca. 6 Monaten. Das bedeutet, dass die Uhr für ca. 6 Monate weiterläuft (wenn der Akku vollständig geladen war), bevor der Akku komplett aufgebraucht ist und die Uhr dann stehen bleibt. Wenn dann wieder Licht auf die Solarzelle fällt, beginnt diese wieder mit der Stromproduktion und lädt den Akku wieder auf. Bis zur Vollladung dauert es dann aber etwas.

Hinweis: Du solltest eine Solaruhr nicht immer ganz leer fahren. Am besten legst du deine Solaruhr immer mal wieder bewusst ins Sonnenlicht oder auf den beleuchteten Küchentisch. Dann kann der Akku immer wieder voll geladen werden. Sonnenlicht hat übrigens die höchste LUX-Zahl.

Nach einiger Zeit kann auch der Akku in einer Solaruhr defekt sein. Normalerweise sollte dieser aber lange halten. Uhrenkenner sprechen davon, daß der Akku 5 Jahre oder auch 8 Jahre halten sollte. Wenn der Akku dann wirklich einmal defekt ist, kann dieser wie eine normale Batterie bei einem Uhrmacher gewechselt werden. Die Kosten liegen hier auf den Niveau eines Batteriewechsels. Wenn du etwas technisch versiert bist, kannst du dir den Akku auch im Internet bestellen und das Wechseln selbst vornehmen.

Grundsätzlich empfehlen die Hersteller ja bei allen Uhren diese nach 3-4 Jahren einmal von einem Fachmann überprüfen zu lassen. Wenn du also lange Freude an deiner Solaruhr haben möchtest, würde ich empfehlen, diese auch nach 4-5 Jahren bei einem Uhrmacher durchchecken zu lassen. Dabei wird nicht nur der Akku geprüft sondern auch die Dichtungen usw. Und die Uhr wird gereinigt.

Wo ist der beste Ort um eine Solaruhr aufzuladen?

Am besten legst du die Solaruhr dorthin, wo diese viel Sonnenlicht aufnehmen kann. Denn Sonnenlicht hat die höchste LUX-Zahl. Die Aufladung mit direktem Sonnenlicht würde ich dir also empfehlen, wenn der Akku komplett leer ist. Am besten legst du dazu die Solaruhr auf die Fensterbank mit der Solarzelle in Richtung Sonne / Sonnenlicht. Natürlich lädt die Solaruhr auch bei künstlichem Licht auf. Da dieses aber schwächer als Sonnenlicht ist, dauert die Aufladung natürlich länger.

Wenn du deine Solaruhr unter dem Ärmel trägst, kann es sein, dass sich diese schneller entlädt und evtl. dann auch irgendwann stehen bleibt. Dieser Effekt wird natürlich verstärkt, wenn du die Uhr morgen unter den Ärmel deines Hemdes oder unter deinen Anzug anziehst und erst Abends wieder ablegst. Dann kann sich die Uhr nicht mehr ausreichend mit Sonnenlicht aufladen, da deine Ärmel dies ja verhindern.

Der Vorteil einer Solaruhr liegt also darin, daß du die Batterie nicht so oft wechseln musst wie bei herkömmlichen Quarzuhren. Damit tust du aktiv etwas Gutes für die Umwelt.

Der einzige Nachteil der mir bei einer Solaruhr eingefallen ist, wäre die Möglichkeit, daß der Akku durch zu viel Dunkelheit komplett entladen ist und die Uhr stehen bleibt. Einen Nachteil in der Funktion kann man grundsätzlich nicht ausmachen. Die Solaruhren laufen wie ganz normale Quarzuhren sicher und beständig. Vielleicht kann man den höheren Preis als Nachteil aufführen. Denn Solaruhren kosten meist mehr als normale Quarzuhren.